{"id":453,"date":"2018-09-20T12:43:51","date_gmt":"2018-09-20T11:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/berid.cloudaccess.host\/?page_id=453"},"modified":"2018-09-20T12:43:51","modified_gmt":"2018-09-20T11:43:51","slug":"ziele-des-projekts","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/berid.de\/?page_id=453","title":{"rendered":"Ziele des Projekts"},"content":{"rendered":"<p>Die berufliche Bildung von Schaustellerkindern und -jugendlichen ist durch die Reiset\u00e4tigkeit der Eltern st\u00e4ndigen Wechseln unterworfen. Schon fr\u00fch werden sie in den Familienbetrieb integriert und leisten dort ihren Beitrag zum Betriebserfolg. Ihre berufliche Ausbildung ist traditionell gepr\u00e4gt vom Prinzip \u201clearning by doing\u201d in der Familie. Professionelles Know-how in technischen und kaufm\u00e4nnischen F\u00e4chern entscheidet heute jedoch auch im Schaustellergewerbe dar\u00fcber, ob ein Betrieb lebensf\u00e4hig ist oder nicht. Bisher mangelt es aber in ganz Europa an geeigneten Unterrichtsangeboten im berufsbildenden Bereich f\u00fcr Jugendliche aus Schaustellerfamilien.<\/p>\n<p>Das Projekt nutzt im Wesentlichen die Ergebnisse und Erkenntnisse zweier Vorg\u00e4ngerprojekte. Im Projekt \u201cBekosch \u2013 Entwicklung beruflicher Kompetenzen f\u00fcr beruflich Reisende durch blockweisen Unterricht\u201d (EU-Programm Leonardo da Vinci\/1999-2000) wurde der Grundstein gelegt, um Jugendlichen aus Schaustellerfamilien den Besuch der Berufsschule in den reisefreien Wintermonaten zu erm\u00f6glichen. Hierauf aufbauend haben das Berufskolleg f\u00fcr Wirtschaft und Verwaltung Herne und die Bezirksregierung Detmold in den Jahren 2006-2008 das EU-Minerva-Projekt \u201ceLvet- eLearning for vocational education of travellers\u201d beantragt und koordiniert, das die bereits nachhaltig gefestigten Lehrg\u00e4nge in den Wintermonaten durch eine zielgruppengerechte eLearning-Komponente w\u00e4hrend der Reisezeit in den Sommermonaten erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Dieses in sich geschlossene Konzept beruflicher Qualifikation, das in Deutschland bereits als Ausbildungsangebot von den Schausteller-Jugendlichen akzeptiert und nachgefragt ist, soll nun durch die beteiligten Bildungseinrichtungen in den Partnerl\u00e4ndern eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>ETT EDU macht die vielf\u00e4ltigen F\u00e4higkeiten, die Schausteller innerhalb des Familienverbundes erwerben, transparent und erg\u00e4nzt diese zudem durch neue t\u00e4tigkeitsrelevante Qualifikationen in einem Konzept des lebenslangen Lernens. Innerhalb des Projekts soll dieses nachhaltige Lernsystem zur beruflichen Bildung und Weiterbildung transferiert und weiter entwickelt werden.<\/p>\n<p>Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche aus Schausteller- und Zirkusfamilien aus den beteiligten L\u00e4ndern Deutschland, Niederlande, Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich.<\/p>\n<p>Koordiniert wird ETT EDU durch das Berufskolleg Herne. Die Zusammensetzung des Partnerkreises, in dem die ausf\u00fchrenden Bildungseinrichtungen mit politisch verantwortlichen Institutionen, mit wissenschaftlichen Akteuren und insbesondere mit den in Bezug auf die Zielgruppe der Schausteller \u00fcberaus relevanten Verb\u00e4nden zusammengebracht werden konnten, gew\u00e4hrleistet die Projekt-Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p><strong>Warum ein europ\u00e4isches Ausbildungsprojekt f\u00fcr Schausteller?<\/strong><\/p>\n<p>Berufliche Ausbildung f\u00fcr Schausteller in Europa<\/p>\n<p>Schon heute machen die Reiserouten der europ\u00e4ischen Schaustellerfamilien nicht mehr an den jeweiligen Landesgrenzen halt. Somit wird sich zuk\u00fcnftig auch der Arbeitsraum jedes Einzelnen nicht mehr alleine auf sein Heimatland beschr\u00e4nken. Daher ist das Ziel dieses Projektes nicht nur die F\u00f6rderung der beruflichen Entwicklung von jugendlichen Schaustellern, sondern auch deren europ\u00e4ischer beruflicher Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Da die Lernmodule im Rahmen von ETT EDU an den Europ\u00e4ischen Qualifikationsrahmen (EQR) angepasst werden, entsprechen sie europ\u00e4ischen Standards und sind sie daher europaweit anerkannt. Auf der Grundlage des EQR europaweit erworbene Lernergebnisse k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig bescheinigt werden, so dass sich dadurch die Berufschancen der Zielgruppe verbessern.<\/p>\n<p>Die bildungspolitische Mangelsituation f\u00fcr reisende Jugendliche ist in allen beteiligten Partnerl\u00e4ndern \u00e4hnlich. Daher ist es sinnvoll, auf europ\u00e4ischer Ebene zusammenzuarbeiten, die geografische Vielfalt und unterschiedliche Herangehensweise an bestimmte Probleme zu nutzen, die in den einzelnen L\u00e4ndern bereits unternommenen Anstrengungen zu b\u00fcndeln, zu harmonisieren und die besten Beispiele weiterzuverfolgen und somit zu einem besseren gesamteurop\u00e4ischen Ergebnis zu gelangen, als es separate Anstrengungen einzelner Mitgliedsl\u00e4nder und deren Initiativen und Verb\u00e4nde schaffen w\u00fcrden.<a href=\"http:\/\/www.schule-unterwegs.de\/2013\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/flyer.pdf\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schule-unterwegs.de\/2013\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/flyer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download: Projektflyer<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die berufliche Bildung von Schaustellerkindern und -jugendlichen ist durch die Reiset\u00e4tigkeit der Eltern st\u00e4ndigen Wechseln unterworfen. 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